Eine Kleiderkammer für alle sechs Waldkirchner Feuerwehren

22.11.2025
Mit der Einrichtung einer zentralen Kleiderkammer für alle sechs Feuerwehren des Waldkirchener Stadtgebietes (Landkreis Freyung-Grafenau) geht für alle Feuerwehrdienstleistenden ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. So können künftig, wenn genügend Ersatzkleidungen zur Verfügung stehen, alle Feuerwehrler nach einem Einsatz die verschmutzte Kleidung abgeben und gleichzeitig einen Ersatz abholen.

Mit der Einrichtung einer zentralen Kleiderkammer für alle sechs Feuerwehren des Waldkirchener Stadtgebietes (Landkreis Freyung-Grafenau) geht für alle Feuerwehrdienstleistenden ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. So können künftig, wenn genügend Ersatzkleidungen zur Verfügung stehen, alle Feuerwehrler nach einem Einsatz die verschmutzte Kleidung abgeben und gleichzeitig einen Ersatz abholen.

Im Beisein der Kommandanten und ihrer Stellvertreter stellten Bürgermeister Heinz Pollak und der Waldkirchener Feuerwehrkommandant Franz Fliegerbauer das Konzept vor. Dazu waren auch Kreisbrandmeister Josef Saiko und mehrere Bedienstete der Stadtverwaltung in die Karlsbacher Grundschule gekommen. 



Dort erläuterte Bürgermeister Pollak im ehemaligen Mehrzweckraum der Schule, warum man auf diese Standort-Lösung gekommen war. Nach vergeblicher Suche in anderen Gebäuden des Stadtgebietes, sei die Idee aufgetaucht, das einstige Klassenzimmer zur angedachten Kleiderkammer umzufunktionieren. Nachdem es an der Grundschule Karlsbach derzeit nur mehr zwei Kombiklassen gebe – also zwei der vier Klassenräume frei seien – hätten die frühere Rektorin Eva Spindler und auch die jetzige Schulleiterin Heidi Butscher ihre Bereitschaft erklärt, den ehemaligen Computerraum „freizugeben“. 

Die Räumlichkeit mit einer bereits bestehenden Türe zum oberen Parkplatz hin erfülle, so der Bürgermeister, in geradezu idealer Weise die Voraussetzungen für die Einrichtung der gewünschten Kleiderkammer. Ein anderweitiges Betreten des Schulgebäudes sei also in keiner Weise erforderlich.

Kommandant Franz Fliegerbauer verdeutlichte bei seinen Ausführungen, wie die Kleiderkammer „funktioniere“ – übrigens eine Einrichtung, wie es sie im gesamten Landkreis Freyung-Grafenau noch kaum gebe, wie der stellvertretende Vorsitzende des FRG-Kreisfeuerwehrverbandes, Herbert Heidinger, anfügte. Auf dem Parkplatz vor dem Eingang wird demnach ein Container aufgestellt, in den Wehrleute der sechs Wehren – Böhmzwiesel, Karlsbach, Ratzing, Schiefweg, Unterhöhenstetten und Waldkirchen – im Anschluss an getätigte Einsätze die verwendete Kleidung einwerfen.

Eine Ersatzkleidung kann aus der Kleiderkammer abgeholt werden, wenn zuvor die drei Damen kontaktiert wurden, die die Ausgabe verwalten. Nur Anna-Lena Kristl, Sophia Saiko und Nadine Schuster haben einen Schlüssel zur Kleiderkammer (und kümmern sich auch um die Reinigung der verschmutzten Einsatzkleidung).

Damit das System funktioniert, sind allerdings noch einige Voraussetzungen zu erfüllen. So wollen die drei Damen erst einmal alle sechs Feuerwehren besuchen und dort eine Bestandsaufnahme der bereits vorhandenen Einsatzkleidung machen. Zwischenzeitlich will Roland Duschl die Kommandanten befragen, welches der beiden bereits vorgestellten Kleidungsmodelle sie bevorzugen – man will keinesfalls „zweigleisig fahren“. Und vor allen muss erst einmal der nötige Bestand an Ersatzkleidung aufgebaut werden – und das kann nur schrittweise geschehen. Denn die benötigte Spezialkleidung ist teuer, und die Stadt Waldkirchen kann nicht alles auf einmal finanzieren.

Doch der Anfang ist gemacht, und alle Beteiligten sind voller Euphorie, dass nun diese Lösung gefunden wurde.
 

Text und Bild: Florian Duschl, PnP